Für die Frau

Die Funktion der weiblichen Geschlechtsorgane wird durch Hormone gesteuert. Eine wichtige Rolle spielen dabei Östrogene und Gestagene, deren Zusammenspiel den Menstruationszyklus regelt. In den Wechseljahren der Frau nimmt diese Hormonproduktion langsam ab. Beide Hormone beeinflussen neben dem körperlichen auch das psychische Wohlbefinden der Frau.


Bei den weiblichen Sexualhormonen unterscheidet man Östrogene und Gestagene. Der wichtigste Vertreter der Östrogene ist das Östradiol. Bei den Gestagenen ist es das Progesteron. Die Östrogene steuern die Entwicklung und Funktion der weiblichen Geschlechtsorgane. Sie werden vor allem in den Eibläschen (Follikel) der Eierstöcke gebildet. Die Eibläschen umhüllen die unbefruchteten Eizellen. Progesteron wird ebenfalls in den Eibläschen, und zwar im Gelbkörper (Teil des Eibläschens) produziert. Es sorgt dafür, dass sich das Ei nach dem Eisprung in der Gebärmutter einnisten kann und wirkt schwangerschaftserhaltend.
Sowohl die Einzelwirkung als auch das Zusammenspiel der Östrogene und Gestagene ist entscheidend für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Frau. Etwa alle 28 Tage steigen und fallen die Östrogen- und Gestagenspiegel in einem ganz bestimmten Rhythmus. Bei manchen Frauen führen die hormonellen Veränderungen während der Monatsblutung zu Menstruationsbeschwerden. Andere Frauen dagegen fühlen sich in den Tagen vor Einsetzen der Periode unwohl. Als Auslöser für dieses Prämenstruelle Syndrom (PMS) vermuten die Mediziner ein Ungleichgewicht im Zusammenspiel der weiblichen Hormone nach dem Eisprung.
Auch Wechseljahrsbeschwerden werden hormonell verursacht. Die allmählich abnehmende Östrogen- und Gestagenproduktion in den Eierstöcken kann Körper und Psyche beeinträchtigen. Störungen des Scheidenmilieus, z.B. durch Antibiotikaeinnahme oder Veränderungen des Östrogensspiegels, begünstigen Infektionen der Scheide. So beobachtet man in den Wechseljahren, während der Schwangerschaft oder der Einnahme von Hormonpräparaten ein erhöhtes Risiko für Pilzerkrankungen der Scheide.

Pilzinfektion der Scheide
PMS und Menstruationsbeschwerden
Wechseljahre
zurück zur Hauptübersicht