Altersbeschwerden

Im Alter verlieren die Blutgefäße an Elastizität und Funktionskraft. Je nach Veranlagung kommt es zu einer mehr oder minder ausgeprägten Arterienverkalkung (Arteriosklerose) - die Gefäße können verstopfen. Dadurch werden zahlreiche Altersbeschwerden ausgelöst oder verstärkt. Beugen Sie rechtzeitig vor, um länger fit zu bleiben.
Ursachen und Beschwerden

Etwa 15 Prozent aller Menschen über 65 Jahren leiden unter Vergesslichkeit und nachlassender Hirnleistung. Generell ist dies im Alter normal und kein Grund zur Besorgnis. Nehmen Sie diese Anzeichen jedoch zum Anlass, aktiv dagegen anzugehen. Mit zunehmendem Alter funktioniert die Reizweiterleitung beziehungsweise die Reizübertragung nicht mehr so gut wie in jungen Jahren. Bestimmte Stoffwechselprozesse finden verlangsamt oder vermindert statt. Die Durchblutung kann gestört sein. Typische Symptome für altersbedingte Hirnleistungsstörungen sind Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Ermüdungserscheinungen, Antriebs- und Motivationsmangel, Schwindel, Ohrensausen und Kopfschmerzen.

Gefährlich kann es werden, wenn sich die Blutgefäße krankhaft verändern. Sie verlieren im Lauf der Jahre an Elastizität. Durch die Alterung steigt die Gefahr kleiner Gefäßverletzungen und Ablagerungsprozesse werden begünstigt. Je stärker die Blutgefäße verstopfen, desto mehr gerät die Gesundheit aus dem Gleichgewicht. Es drohen Durchblutungsstörungen in den Beinen oder im Gehirn. Im schlimmsten Fall kommt es zu lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Durch eine gesunde Lebensweise und gefäßschützende Maßnahmen kann dem vorgebeugt werden. Denn der Zustand der Blutgefäße bestimmt die Lebensqualität und die Lebenserwartung des Menschen.

Unter dem Schlagwort "Anti-Aging" versteht man verschiedene Maßnahmen, die dazu dienen, den Alterungsprozess aufzuhalten. Ewige Jugend lässt sich dadurch nicht erzielen, wohl jedoch eine Steigerung der Lebensqualität.

Was können Sie tun
- regelmäßige Bewegung und Sport
- tägliches "Gehirnjogging" (Training des Geistes, Denksport)
- eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung
- gefäßschützende und -stabilisierende Medikamente.

Hilfe aus der Apotheke

Je älter man wird, desto wichtiger ist es, Körper und Geist fit zu halten. Bei nachlassender Gedächtnisleistung hilft beispielsweise "Gehirnjogging". Mit Kopfrechnen, Kreuzworträtseln, Denkspielen oder Zeitungslesen können Sie bereits gute Effekte erzielen. Zusätzlich hat sich die Einnahme von Ginkgo biloba (Lebensbaum) bewährt. Die Anwendung der Arzneipflanze hat eine lange Tradition. Überlieferungen aus China beschreiben bereits 2800 v. Chr. die Heilkraft dieses extrem widerstandsfähigen Baumes. Ginkgo biloba überlebte unbeschadet Naturkatastrophen, Klimaveränderungen, Weltkriege und Atombomben. Weder Umweltgifte und Abgase, noch Insekten oder Pilze können den Baum zerstören. Untersuchungen zufolge sollen einige Käferarten sogar lieber verhungern, anstatt sich von Ginkgo-Blättern zu ernähren. Der Mensch nutzt dagegen die Heilkraft der Ginkgo-Extrakte. Sie wirken Durchblutungsstörungen und deren Folgen entgegen. Die Gefäße werden besser mit Nährstoffen, vor allem mit Sauerstoff versorgt. Gleichzeitig erhöht sich die Fließfähigkeit des Blutes. Insgesamt zeigen Ginkgo-Extrakte gefäßschützende Eigenschaften.

Ginkgo-Extrakte werden empfohlen bei
- alters- oder gefäßbedingten Hirnleistungsstörungen (dementielles Syndrom) mit Symptomen wie Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, schnellen Ermüdungserscheinungen, Antriebs- und Motivationsmangel, altersbedingter depressiver Verstimmung, Schwindel, Ohrensausen oder Kopfschmerzen
- der so genannten Schaufensterkrankheit zur Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke. Hier leiden die Patienten unter Durchblutungsstörungen in den Beinen
- Schwindel (gefäßbedingter oder organischer Ursache)
- Tinnitus (Ohrgeräusche, gefäßbedingter oder organischer Ursache).

Ebenfalls gefäßschützend wirken Knoblauchextrakte (Allium sativum). Sie werden zur Vorbeugung von altersbedingten Gefäßveränderungen eingesetzt. Die Hauptwirkung wird dabei dem Alliin und den daraus entstehenden Abbauprodukten (z.B. Allicin) zugeschrieben. Während Alliin geruchsneutral ist, sind seine schwefelhaltigen Abbauprodukte für den typischen Knoblauchduft verantwortlich. Sie entstehen beispielsweise beim Pressen oder Zerschneiden der Knoblauchzwiebel. Als Küchengewürz regt Knoblauch die Freisetzung von Verdauungssäften an. Als Medikament werden die einzelnen Inhaltsstoffe in höherer Konzentration eingenommen.

Das Wirkspektrum wird dadurch erweitert. In Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Knoblauch
- die Fließeigenschaft des Blutes verbessert
- erhöhte Cholesterin- und Blutfettwerte senkt
- die Ablagerung von Cholesterin in den Gefäßwänden bremst
- Einfluss auf freie Radikale (gefäß- bzw. zellschädigende Substanzen) nimmt
- das Auflösen von Blutgerinnseln begünstigt
- erhöhte Blutdruckwerte leicht senkt
- und antibakteriell wirkt.

Wichtig: Menschen, die unter Blutgerinnungsstörungen leiden, oder bei denen eine erhöhte Blutungsneigung besteht, dürfen keine Knoblauchprodukte einnehmen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Wenn Sie sich müde, schlapp, antriebsarm oder einfach unwohl fühlen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Die Beschwerden sind nicht immer nur durch das Alter bedingt. Manchmal stecken Krankheiten hinter den Symptomen.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
- Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen zunehmend stärker werden
- ungewohnte Beschwerden auftreten
- Sie unter Schwindel leiden.

Was Sie beachten sollten

Knoblauch zeigt Wechselwirkungen mit Blutdrucksenkern
Knoblauchextrakte können die Wirkung blutdrucksenkender Mittel verstärken. Kontrollieren Sie Ihre Blutdruckwerte, wenn Sie entsprechende Medikamente einnehmen. Wenn sich der Blutdruck verändert, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Kein Knoblauch bei Gerinnungsstörungen
Knoblauch verstärkt die Wirkung gerinnungshemmender Medikamente. Menschen mit Blutgerinnungsstörungen oder erhöhter Blutungsneigung sollten deshalb keine Knoblauchpräparate einnehmen.

Ginkgo-Extrakte helfen nicht bei Depressionen
Ginkgo-Extrakte eignen sich nur zur Behandlung von "altersbedingten" depressiven Verstimmungen. Gemeint sind Gemütsschwankungen, die im Rahmen des Alterungsprozesses auftreten, keine echten Depressionen.


Pflanzliche Mittel
"Der Mensch ist so alt wie seine Gefäße" behaupten die Mediziner. Dementsprechend kann man mit gefäßschützenden Medikamenten Alterserscheinungen vorbeugen. Allerdings können die Arzneimittel nur richtig wirken, wenn sie regelmäßig in der angegebenen Dosierung eingenommen werden. Die Einnahmeempfehlungen richten sich nach der Wirkstoffkonzentration. Je mehr Wirkstoff enthalten ist, desto weniger Tabletten, Dragees oder Kapseln müssen sie einnehmen. Bei manchen Produkten sollen neun Dragees eingenommen werden, bei anderen dagegen nur drei Tabletten. Ihre Apotheke erläutert Ihnen gerne die Unterschiede bei den Medikamenten. Lassen Sie sich beraten!


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